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Soziale Aktion Marienschule (SAM e.V.)

Strukturen von SAM

Die Soziale Aktion Marienschule e.V. ist ein Verein, der Sozialaktionen der Schülerinnen und Schüler fördert. Da die Schule in der Tradition der Ursulinen steht, ist das christliche Menschenbild ein wichtiger Bestandteil in der Erziehung und Bildung der Schüler und im Umgang miteinander. Diese Sozialaktionen werden nach den Zielgruppen unterschieden:
SAM-A fördert die Begegnung mit älteren Menschen.
SAM-B unterstützt Kontakte zu Kindern und Erwachsenen mit Behinderung.
SAM-Peru unterstützt ein Waisenhaus mit einem Kindergarten und eine Schule der Ursulinen in Lima-Miramar (Peru).

Je nach Kontaktmöglichkeit erweitern die Schüler ihre sozialen Kompetenzen in Begegnungen mit anderen Bevölkerungsgruppen und erfahren im ehrenamtlichen Engagement ihre Stärken und teilweise auch eine Berufsperspektive.

  • SAM-A: Frau Wiesner organisiert jedes Jahr den St.-Martinszug, bei dem die Unterstufenklassen das Altenheim am Westwall und das Pauly-Stift besuchen und den Bewohnern Lieder vorsingen und kleine, in den Klassen selbst gebastelte Geschenke überreichen.
    Durch diese Kontakte können auch Praktikumsstellen in den Häusern vermittelt werden.
  • SAM-B: Frau Bennertz organisiert den Kontakt zur Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule (Schwerpunkt geistige Förderung). Es besteht die Möglichkeit zu gegenseitigen Besuchen und gemeinsamen Aktionen nach Absprache, bei denen Schüler gleichen Alters ungezwungen Kontakte knüpfen können. Ein Einsatz im Rahmen von SoKo (Soziale Kompetenz), einem Projekt für Achtklässler, bei dem die Schüler über ein Jahr verteilt mindestens 60 Stunden ehrenamtlich tätig sind, ist denkbar.
  • SAM-Peru: Jeden Mittwoch verkaufen die Schüler einer Klasse selbstgebackenen Kuchen auf dem Schulhof und spenden den Erlös einem Kinderheim in Peru. Von dem Geld wird auch ein Arzt finanziert, der dort kostenlose Sprechstunden abhält. Frau Blümke ist für den spanischen Kontakt zuständig, Herr Neuenhofer für die finanzielle Abwicklung. Einige Schülerinnen haben nach ihrem Abitur die Ursulinen in Peru bei ihrer Arbeit praktisch unterstützt und übers Internet und in Vorträgen aktuelle Informationen an unsere Schüler weitergegeben.
Geschichte

1974 fing die Idee von Sozialaktionen an. Nach Gesprächen im Religionsunterricht wurden die ersten Kontakte geknüpft und ein Besuchsdienst für ältere Menschen eingerichtet. 1980 fand die erste gemeinsame Fahrt ins Jugendwaldheim nach Urft mit geistig behinderten Schülern der St. Raphael- Schule in Recklinghausen und Marienschülern statt. 1982 wurde die Soziale Aktion Marienschule als gemeinnütziger Verein gegründet und ins Vereinsregister eingetragen. Seitdem haben viele Lehrer die Idee weitergetragen und immer wieder Schüler motivieren können, sich bei den verschiedenen Aktionen zu engagieren.
Lange Jahre haben Schülerinnen und Lehrer eine Weihnachtsfeier am Heiligen Abend für alleinstehende ältere Menschen organisiert und Kuchen und Salate gesammelt und im netten Rahmen serviert. Unterstützt wurden sie von Eltern, die den Fahrdienst für die Besucher übernahmen.
Einige Jahre fanden gemeinsame Fahrten von Klassen der Bodelschwingh-Schule und einzelnen Schülerinnen und Schülern der Marienschule ins Jugendwaldheim Urft statt. Immer wieder organisierten Marienschüler Spielevormittage für behinderte Kinder am Wochenende. Die sogenannten „Bachforellen“ riefen eine Teestube für behinderte wie nicht behinderte Menschen ins Leben, die sich in regelmäßigen Abständen in der Krypta der St. Anna Kirche zusammenfanden. Auch diese Gruppe unternahm teils mehrtägige Ausflüge.

Für diese vielen Aktionen wurde die Marienschule mehrfach mit dem Krefelder Schulpreis ausgezeichnet.

Ausblick

Die Schüler, die längere Zeit bei den einzelnen Aktionen mitarbeiten, erfahren ihre sozialen Kompetenzen und bekommen viel positive Rückmeldung. Bei einigen Schülerinnen hat diese Erfahrung auch zur Berufsfindung beigetragen. Besonders die behinderten Kinder, die eine gemeinsame Woche mit dem Naturerlebnis-Programm in der Eifel verbringen, strahlen eine Lebensfreude aus, die ansteckend ist.
Ein Problem ist die geringere Freizeit der Schüler im achtjährigen Gymnasium. Außerdem sind die engagierten Schüler meist auch noch in anderen Bereichen aktiv (Gemeinde, Kirche, Sportverein). Die beste Werbung macht jeder beteiligte Lehrer bei seinen Klassen und Kursen, was leider auf Kosten der Unterrichtszeit geht.
Unser Ziel ist, dass sich mehr Kollegen für die Aktionen stark machten, Schüler motivierten und wöchentlich feste Planungszeiten allen bekannt wären, so dass die interessierten Schüler einen regelmäßigen Anlaufpunkt hätten. Dann könnten auch gezielt Spenden eingeworben werden (z.B. auf Schulfesten).

Stand 4.10.2017

Katrin Bennertz
Simone Wiesner