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Polen-Schüleraustausch

Polen – der unbekannte Nachbar

Skifahren in Österreich, Wandern in der Schweiz, Baden an der französischen Atlantikküste, Strandurlaub in Holland, Städtetrips nach Brügge oder Kopenhagen – unsere südlichen, westlichen und nördlichen Nachbarländer bereisen wir Deutschen gerne und häufig; doch Polen, unseren großen Nachbarn im Osten, kennen die wenigsten aus eigener Anschauung. Die Marienschule bietet daher interessierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10 die Gelegenheit, das Land und – vor allem – seine Menschen kennen zu lernen.

Mit unserer polnischen Partnerschule, dem Katolickie Liceum Ogolnokształcase im schlesischen Katowice, pflegen wir seit zwei Jahrzehnten einen Schüleraustausch.
Jedes Jahr im Herbst fliegen einige Marienschülerinnen und -schüler, begleitet durch eine Lehrperson, für eine Woche nach Katowice. Sie wohnen dort bei den Familien von Schülerinnen und Schülern unserer Partnerschule, lernen das Schulleben kennen und nehmen zusammen mit ihren Gastgeberinnen und Gastgebern an interessanten Ausflügen teil. Zu den Ausflugszielen gehört – neben der sehr schönen Stadt Krakau – auch die Salzgrube Wieliczka.

Am Ende des Schuljahres, also im Frühsommer, erfolgt dann ein einwöchiger Gegenbesuch der polnischen Gruppe in Krefeld, wo die deutschen und die polnischen Schülerinnen und Schüler bei gemeinsamen Aktivitäten ihre Bekanntschaft vertiefen können. Den Gepflogenheiten eines Schüleraustauschs entsprechend, wohnen die polnischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den Familien ihrer ehemaligen Gäste.

Zwar lernen die polnischen Schülerinnen und Schüler Deutsch in der Schule, doch die Marienschule bietet keinen Polnischunterricht an. Die lingua franca zwischen den deutschen und polnischen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an dem Austausch ist daher Englisch.

Die Vergangenheit wird bei dem Schüleraustausch keineswegs ausgeblendet. So steht in Polen immer auch ein Besuch der Gedenkstätte im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz auf dem Programm. Die deutschen und polnischen Schülerinnen und Schüler begegnen einander aber vor allem als junge Menschen der Gegenwart. Gemeinsam entdecken sie, dass ihr Alltag (Schule!) und ihre Interessen gar nicht so unterschiedlich sind. Insofern dient der Austausch auch der Gestaltung unserer gemeinsamen europäischen Zukunft.

Besuch in Kattowitz

Am 10. Oktober 2017 war es soweit: Wir, sieben EF-Schülerinnen und Herr Happe, flogen nach Polen. Nach ca. anderthalb Stunden Flug wurden wir herzlich am Flughafen in Kattowitz begrüßt und kurze Zeit später lernten wir unsere Austauschschüler in der Schule kennen. Wir haben uns auf Anhieb sehr gut verstanden, sowohl mit den Schülern und Lehrern als auch mit den Familien.

Das Programm wurde nach dem Thema Architektur in Deutschland und Polen ausgerichtet. Wir haben Stadtführungen durch Kattowitz und Krakau mitgemacht, waren in einer Salzgrube und lernten den polnischen Unterricht kennen. Nach dem Aufenthalt in einem Kletterpark sind wir auf den Berg „Zar“ gefahren. Wir haben das Museum in der ehemaligen Emaille-Fabrik von Oskar Schindler besucht und trotz anfänglicher organisatorischer Schwierigkeiten wurde es uns schließlich doch noch ermöglicht, auch das Museum im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz zu besuchen.

Der Abschied von Kattowitz fiel uns sehr schwer, aber der Gedanke an den kommenden Juni, in dem die polnischen Austauschschüler uns besuchen werden, ermunterte uns.

Wir würden immer wieder an diesem Austausch teilnehmen, weil wir nicht nur neue Freunde gefunden haben, sondern Polen nun auch mit sehr schönen Erinnerungen verbinden.

Lena Deis & Emily Jachacz

Polen-Austausch

Im November 2016 sind wir, 10 Schülerinnen der EF, mit Frau Kürschner nach Katowice, Polen geflogen. Wir wurden gastfreundlich empfangen und haben uns auch sofort gut mit den Ausstausschülern sowie den Gastfamilien verstanden. Viele verschiedene Ausflüge gaben uns einen Einblick in die Geschichte Polens. Besondere Highlights waren sowohl die Besichtigung eines Salzbergwerks und der Stadt Krakau als auch der Besuch verschiedener Museen. Außerdem haben wir das Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau besichtigt. Die Zeit, welche wir in Polen verbracht haben, hat uns nicht nur kulturell bereichert, wir haben auch sehr nette, neue Leute kennengelernt. Schließlich kam der Tag der Abreise viel zu schnell und es fiel Vielen von uns unheimlich schwer uns zu verabschieden. Wieder in Deutschland angekommen schienen die ersten Tage ungewohnt und fremd. Trotz Alledem haben wir die Zeit in Polen sehr genossen.

Laura Deis, EF